HERZLICH Willkommen bei der Städtischen Realschule Werdohl!

 

Wir wünschen viel Spaß beim Erkunden unserer Homepage.

 #Wir sind stark

DANKE an alle Helfer/innen aus den 9er Hauswirtschaftskursen, die am Donnerstag, den 06.06.19, auf dem Werdohler Markt im Namen des Fördervereins zahlreiche Hotdogs verkauft haben. 

Wir sind stolz auf euch, denn ihr habt über 160€ verdient.


#Wir sind stark!



#  Wir sind stark!

Leserbrief von Frau Langs-Blöink

Ich bin stolz darauf, die Realschule Werdohl kommissarisch leiten zu dürfen.

Ich bin seit 23 Jahren an der Theodor-Heuss-Realschule in Lüdenscheid beschäftigt, seit 10 Jahren als Schulleiterin. Die Anfrage der Bezirksregierung im Frühjahr des vergangenen Jahres, die Realschule Werdohl kommissarisch mitzuleiten, fand ich spannend und reizvoll. Bis heute habe ich meine Zusage, mich der Realschule Werdohl für ein Jahr als Schulleiterin anzunehmen, an keinem Tag bereut.

Ich bin eine glühende Verfechterin der Schulform „Realschule“. Sie ist so vielfältig! Man kann mit der Realschulausbildung in alle beruflichen Richtungen gehen: Handwerk, kaufmännische Bereiche, Informatik, Erziehungs- und Pflegeberufe, Gastronomie und viele weitere Berufssparten. Entscheide ich mich dafür, nach dem Abschluss ein Fachabitur zu machen, ist das genauso möglich, wie nach einem guten Abschluss mit einem Qualifikationsvermerk (Quali), ein Durchschnitt von mindestens 3,0 in den Hauptfächern, ein Abitur zu machen. Im Übrigen haben in den vergangenen Jahren an der Realschule Werdohl jeweils mindestens 50 % einen Quali erreicht und konnten damit an eine gymnasiale Oberstufe wechseln. Hier wählten die Schülerinnen und Schüler aus Werdohl eher ein Gymnasium in Altena, Lüdenscheid oder Plettenberg. Manchmal auch eine Berufsschule, manchmal auch die Gesamtschule.

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass man bei der Berichterstattung über die Abschlussklassen noch nie gehört hat, dass es ein Schüler / eine Schülerin mal nicht geschafft hat? Das liegt daran, dass man in jedem Fall an der Realschule am Ende der Klasse 10 einen Abschluss hat. Entweder, man hat den Hauptschulabschluss Klasse 9 (der ist automatisch erreicht, wenn man die Versetzung von der Klasse 9 in die Klasse 10 geschafft hat) oder man hat den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 (wenn es zum eigentlichen Realschulabschluss nicht gereicht hat) oder man hat den Mittleren Schulabschluss. Diesen eben auch mit Quali, besonders gut und mit Perspektive zum Abi. Es werden also immer alle zu einem Abschluss geführt und einen Hauptschulabschluss haben wir immer schon vergeben dürfen!

Ich bin ebenfalls sehr gerne an der Realschule Werdohl, weil ich hier die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern als bodenständig erlebe. Gerade hier in Werdohl wird z.B. das Halbtagsangebot von Eltern gerne angenommen, weil viele von ihnen ihre Kinder noch selbst nachmittags betreuen möchten und hierbei selber sehen möchten, dass die Hausaufgaben auch erledigt und die Vokabeln erlernt sind. Diese Eltern geben diese Verantwortung nicht gerne an die Schule ab. In Lüdenscheid werde ich ab dem Schuljahr 2020 einen offenen Ganztag anbieten. Hier ist die Nachfrage an eine Betreuung bis um 16 Uhr größer geworden. Aber auch hier wollen immer noch viele Eltern, dass die Kinder mittags nach Hause kommen. Eine Mischform aus dem Halbtagsbetrieb und der freiwilligen Teilnahme an einem hochwertigen und verlässlichen Betreuungsangebot ist hier der richtige Weg. Das könnte ich mir für die Realschule Werdohl ab 2020 ebenfalls vorstellen.

So wie in Werdohl hat auch meine Lüdenscheider Schule einen großen Hauswirtschaftsbereich. Diesen nutzen wir schon heute, um in der Mittagspause Essen zuzubereiten, welches die Schülerinnen und Schüler dann zu sich nehmen können. Auch in Lüdenscheid gab es zunächst hierfür keine sichtbare bauliche Infrastruktur. Hier haben wir drei angrenzende Klassenräume miteinander verbunden und so eine Mensa gestaltet. Auch das lässt sich baulich mit einem entsprechend guten Willen mit Sicherheit auch in Werdohl am Köstersberg umsetzen. Die baulichen Gegebenheiten sind ähnlich.

Doch was mich von Beginn meiner Tätigkeit hier in Werdohl sehr beeindruckt hat, ist der Zusammenhalt an der Schule. Das Kollegium ist wirklich einzigartig in seinem Engagement. Die älteste Kollegin – ich nenne hier keine Namen – ist für mich ein echtes Phänomen! Sie kommt jeden Tag aus Siegen, ist schon ein halbes Jahr über dem Zeitpunkt der Pension hinaus und hängt noch mindestens ein Schuljahr dran. Sie geht mit einem Engagement und einer Freude ans Tun, das mich staunen lässt. (Den Zaubertrank hätte ich bitte auch gerne!) Dann gibt es eine Gruppe jüngerer Kollegen/innen, die ich manchmal aus der Schule herausjagen muss. Nicht selten stehen sie nach einer abendlichen Konferenz noch beieinander und man hört Lachen und Schwatzen aus dem Lehrerzimmer. Hier mögen Menschen miteinander arbeiten und leben. Dieses strahlt auch auf ihr Tun mit den Schülerinnen und Schülern aus. Denn dieser Zusammenhalt setzt sich von Oben nach Unten durch. Auch die Kinder und Jugendlichen haben ein großes Wir-Gefühl für ihre Schule. Ich erinnere mich an die Wahlen zum Schülersprecher, als in einem eindrucksvollen Wahlkampf sich die jetzigen Schülersprecher/innen durchgesetzt haben. Noch am gleichen Tag der Wahl mussten sie sich abends in der Schulkonferenz erproben und kamen mit einem ganzen Paket an Visionen und Wünschen auf uns zu, die ihresgleichen sucht: Sportfest, Sponsorenlauf, Bänke für das Außengelände, einen Getränkeautomaten, Einführung einer Schülerfirma mit einem Kiosk. Vieles von diesen Vorschlägen ließen sich schon umsetzen und wer am vergangenen Samstag an unserem Stand auf dem Stadtfest genau hingeschaut hat, der sah ein paar der älteren Jugendlichen, die auch abends beim Abbau noch präsent waren. Verlässlichkeit, Pflichtbewusstsein und trotzdem Spaß am Engagement, hier wird es sichtbar und ich bin stolz auf diese Schülerinnen und Schüler!

Ja, diese Realschule in Werdohl wird sich verändern. Sie wird sich verändern, weil sich die Gesellschaft immer verändert und die Schulen ihrer Zeit mit – völlig unabhängig von der Schulform. Die Realschule von gestern, sie wurde 1948 gründet, ist mit Sicherheit lange nicht mehr die von heute aus dem Jahr 2019. Aber sie hat es immer über die Jahre geschafft, einen guten Ruf in der Kommune Werdohl zu haben. Das sehe ich auch in Zukunft!

Ich halte die vorhandenen Ressourcen aus pädagogischem Können, sozialem Miteinander und Akzeptanz in der Bevölkerung für eine solide und erfolgsversprechende Grundlage, wenn die Realschule größer wird und damit auch bunter und heterogener. Sie wird sich im Sinne des Paragraphen § 132,c zu einer Realschule mit einem integrierten Hauptschulbereich strecken. Sie wird soziale und didaktische Konzepte weiterentwickeln, um den Anforderungen und Ausprägungen gerecht zu werden. Aber es wird auch in Zukunft immer die Äußerungen geben, die ich am vergangenen Stadtfest oft gehört habe: „Ich war auch schon dort. Mein Sohn/meine Tochter war dort. Wir haben uns immer gut aufgehoben und gut behandelt gefühlt.“ Und dann folgte meistens ein Bericht, wo der ehemalige Schüler / die ehemalige Schülerin heute ist, arbeitet, lebt.

Die Realschule ist fest verwurzelt in Werdohl. Wer sie rausreißt, darf sich sicher sein, dass hier mancher nicht glücklich sein wird, wenn er eines Tages seine schulischen Wurzeln nicht mehr wiederfinden kann, weil die Schule nicht mehr existiert oder das Gebäude am Köstersberg vielleicht einem hochwertigen Wohngebiet weichen musste, deren Bewohner ihre Kinder vielleicht ohnehin außerhalb Werdohls ein Gymnasium besuchen lassen würden.

Ich selber werde früher oder später wieder ganz nach Lüdenscheid zurückkehren. Aber Sie dürfen sich sicher sein, ich werde vieles vermissen, was mir ans Herz gewachsen ist. Es ist schön hier bei Ihnen und euch in Werdohl an der Realschule.

Ich wünsche der Realschule für ihre Zukunft, dass sie ihre Stärken zeigen und unter Beweis stellen kann. Ich nehme einen großen Rückhalt aus der Bevölkerung wahr, diese Ressource würde ich nicht leichtfertig verspielen.

            

Ich bin dankbar, dass ich die anstehende Schulformentscheidung nicht treffen muss. Aber ich gestehe es ein, ich bin befangen. Mein Herz hängt nun einmal an der Schulform der Realschule. Es wäre traurig, sie wäre im kommenden Jahr nicht mehr im Schulangebot der Stadt Werdohl und damit im Jahr 2025 ganz ausgelöscht und nur noch ein Teil der Geschichte Werdohls. Viele würden sie vermissen! 



 




 


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